Marko Polajnar - Sinn und Unsinn der Prostatakrebsvorsorge

Monday, March 23, 2026

Beim Meeting des Rotary Clubs Spittal sprach der Urologe Dr. Marko Polajnar über ein Thema, das viele Männer betrifft, aber oft von Unsicherheiten begleitet ist: die Früherkennung von Prostatakrebs. Er zeigte auf, dass das Risiko ab dem 50. Lebensjahr deutlich steigt und dass familiäre Belastungen sowie genetische Faktoren in rund zehn Prozent der Fälle eine entscheidende Rolle spielen. Beeinflussbare Faktoren wie Adipositas seien relevant, während beispielsweise so manche Nahrungsergänzungsmittel keinen bis dato nachgewiesenen Nutzen bringen.

Der PSA‑Wert bleibt trotz seiner Unschärfen ein wichtiges Instrument der Vorsorge, gewinnt jedoch erst in Kombination mit modernen Methoden wie MRT an Aussagekraft. Besonders betont Marko Polajnar die Bedeutung der digital‑rektalen Untersuchung, durch die nachweislich Tumore entdeckt werden, die sonst unentdeckt geblieben wären.

Fazit: Prostatakrebs-Screening ist sinnvoll – jedoch nur, wenn es in Verbindung mit Leitlinienwissen, ärztlicher Erfahrung und einem gut aufgeklärten Patienten erfolgt.

Marko Polajnar mit Präsident Erfried Bäck (v.l.)