Beim Meeting des Rotary Clubs Spittal sprach der Urologe Dr.
Marko Polajnar über ein Thema, das viele Männer betrifft, aber oft von
Unsicherheiten begleitet ist: die Früherkennung von Prostatakrebs. Er zeigte
auf, dass das Risiko ab dem 50. Lebensjahr deutlich steigt und dass familiäre
Belastungen sowie genetische Faktoren in rund zehn Prozent der Fälle eine
entscheidende Rolle spielen. Beeinflussbare Faktoren wie Adipositas seien
relevant, während beispielsweise so manche Nahrungsergänzungsmittel keinen
bis dato nachgewiesenen Nutzen
bringen.
Der PSA‑Wert bleibt trotz seiner Unschärfen ein wichtiges
Instrument der Vorsorge, gewinnt jedoch erst in Kombination mit modernen
Methoden wie MRT an Aussagekraft. Besonders betont Marko Polajnar die Bedeutung
der digital‑rektalen Untersuchung, durch die nachweislich Tumore entdeckt
werden, die sonst unentdeckt geblieben wären.
Fazit: Prostatakrebs-Screening ist sinnvoll
– jedoch nur, wenn es in Verbindung mit Leitlinienwissen, ärztlicher Erfahrung
und einem gut aufgeklärten Patienten erfolgt.