Unter der Linde im Stiftshof Millstatt trafen sich die Freundinnen und Freunde des Rotary Clubs Spittal mit Parterinnen und Gästen zum Besuch der millstART Ausstellung 2026.
Nach der Begrüßung durch Präsident Dominik Schantl und einführenden Worten von Kunstvereins-Obfrau Anette Lang konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen einer Führung in die Ausstellung eintauchen.
Die für die Jahre 2026 bis 2028 geplante Ausstellungstrilogie hat das Ziel, zeitgenössische Kunst auf anspruchsvolle und zugleich unterhaltsame Weise zu vermitteln. Der Kurator erzählt mit Kunstwerken Geschichten, die komplex, aber verständlich bleiben und die Besucher:innen durch persönliche Identifikation emotional erreichen.
Die Ausstellung „das TIER. und wir“ im Stift Millstatt widmet sich 2026 der ambivalenten und jahrtausendealten Beziehung zwischen Mensch und Tier. Ausgangspunkt bilden die drei Tierköpfe im Wappen der Marktgemeinde Millstatt. Das Tier begleitet die Kunst- und Kulturgeschichte seit etwa 40.000 Jahren und verbindet magische Vorstellungen der Steinzeit mit dem rationalen Weltbild der Gegenwart.
Die Ausstellung thematisiert sowohl die Nutzbarmachung und Domestizierung von Tieren als auch deren bleibende Wildheit und Unzähmbarkeit. Durch die Wiederansiedlung von Wildtieren wie Wolf, Bär und Luchs in Europa tritt auch das ursprüngliche Verhältnis von Gefahr und Bedrohung erneut ins Bewusstsein. In der Kunst erscheint das Tier als Projektionsfläche für menschliche Ängste, Sehnsüchte, Träume und Identitäten.
Unter den Polen „BEAST“ und „BEAUTY“ zeigen 29 zeitgenössische Kunstpositionen Tiere als bedrohliche Raubtiere ebenso wie als ästhetische, mythische, komische oder vertraute Wesen. Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und Videos stellen das Tier als Haustier, Nutztier, Fabelwesen, Krafttier, Cartoonfigur oder menschenähnliches Zwitterwesen dar.
Die Ausstellung erzählt von der wechselvollen Gefährtenschaft zwischen Mensch und Tier, vom Wunsch nach symbiotischer Verbundenheit und von einer gemeinsamen, ökologisch bedrohten Welt.
Die Kunst führt die Besucher:innen dabei gleichzeitig ernsthaft und ironisch, bildgewaltig und subtil durch eine Erzählung über das Tier und uns.